BauID gewinnt eAward 2026
Das Projekt BauID wurde beim österreichischen IT-Wirtschaftspreis ausgezeichnet – Jury würdigt Echtzeitprüfung, sichere Infrastruktur und Beitrag zu fairen Wettbewerbsbedingungen am Bau
Die BauID ist Gewinnerin des eAward 2026
Das eingereichte Projekt „BauID: Identitätsmanagement für das Baugewerbe“ wurde am 10. September 2026 im Palais Eschenbach in Wien in der Kategorie „Zukunftstechnologien“ als Sieger ex aequo ausgezeichnet.
BauID: mehr Transparenz und Sicherheit am Bau
Die BauID überträgt einen zentralen Auftrag der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK) in das digitale Zeitalter: faire Arbeitsbedingungen und die Sicherung von Ansprüchen von Bauarbeiter:innen.
Die Rahmenbedingungen auf Baustellen sind heute komplex: Zahlreiche Unternehmen arbeiten gleichzeitig an einem Projekt, Beschäftigte wechseln zwischen Arbeitgeber:innen und Baustellen, internationale Teams sind im Einsatz und gleichzeitig müssen umfangreiche gesetzliche Vorgaben eingehalten und kontrolliert werden.
Hier setzt die BauID an. Als Identitätsmanagementsystem für die österreichische Bauwirtschaft verbindet sie die eindeutige Identifikation von Beschäftigten mit digital verfügbaren und aktuellen Informationen. Über eine fälschungssichere BauID-Karte können relevante Daten auf der Baustelle abgerufen und beispielsweise in Echtzeit geprüft werden, ob eine Beschäftigung ordnungsgemäß gemeldet ist.
Ziel ist es, Kontrollen einfacher und effizienter zu gestalten, Bürokratie zu reduzieren und gleichzeitig Transparenz und Rechtssicherheit zu erhöhen. Damit soll die BauID sowohl Beschäftigte und korrekt arbeitende Unternehmen schützen als auch einen wirksamen Beitrag zur Bekämpfung von Lohn- und Sozialdumping leisten.
Auszeichnung für konkreten Nutzen
Bei der Bewertung des Projekts hob die eAward-Jury insbesondere die Bedeutung der Lösung für Beschäftigte, die Möglichkeit einer mobilen Echtzeitprüfung und die sichere technische Infrastruktur hervor. Gleichzeitig leiste die BauID einen Beitrag zu fairen Wettbewerbsbedingungen in der gesamten Branche.
Die Auszeichnung unterstreicht damit nicht nur den technologischen Anspruch der BauID. Sie bestätigt vor allem den Ansatz, Digitalisierung dort einzusetzen, wo sie einen konkreten praktischen Nutzen auf der Baustelle schafft: weniger administrative Aufwände, einfachere Kontrollen und mehr Sicherheit darüber, dass Beschäftigungsverhältnisse korrekt gemeldet sind.
Über den eAward
Mit dem eAward werden seit 2005 Digitalisierungsprojekte aus Österreich, Deutschland und der Schweiz ausgezeichnet, die Informationstechnologie mit einem konkreten Nutzen für Menschen, Unternehmen und Organisationen verbinden. Die Kategorie-Sieger:innen werden von einer unabhängigen Fachjury mit Expert:innen aus IKT und Kommunikation, Wirtschaft, Beratung, Medien und Bildung ermittelt. Zu den Bewertungskriterien zählen unter anderem Wirtschaftlichkeit und Prozessverbesserungen, Nachhaltigkeit, Kreativität und der konkrete Nutzen der eingereichten Lösung. Der eAward zählt zu den größten IT-Wirtschaftspreisen im deutschsprachigen Raum. Seit seiner Gründung wurden mehr als 1.500 Projekte nominiert und über 500 Sieger:innenprojekte ausgezeichnet.
Fotocredit: Barbara Krobath
